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Breitensport

ACHTUNG ! 2. außerordentliche Mitgliederversammlung am 23.05.12

Achtung am 22.05.2012 kein Vereinsabend

„Sport für Ältere“ im RV. Witten

In 2009 startete der Landessportbund Nordrhein-Westfalen eine Aktion über alle Sportarten unter dem Motto „Mach mit, bleib fit“. Dem schloss sich der RV.Witten an, erlebte aber witterungsbedingt einen äußerst schlechten Start. Dadurch ließen sich die Verantwortlichen aber nicht entmutigen und begeisterten in weiteren Ansätzen auch etliche vereinsfremde Radfahrer zum Mitmachen. Inzwischen hat sich ein fester Stamm von Teilnehmern, die von April bis Oktober jeden Jahres regelmäßig mittwochs um 10 Uhr an den Touren teilnehmen, gebildet. Angeboten werden Touren in die nähere Umgebung zwischen 40 und 70 km mit möglichst flachem Profil ohne anspruchsvolle Steigungen. Dafür bieten sich natürlich Strecken flussauf- und -abwärts der Ruhr, einschließlich des Hengstey-, Harkort-, Kemader- und Baldeney-Sees an. Dabei ist der mittwöchliche Startplatz die Kreuzung Ruhrdeich/Ruhrstraße. In Absprache bzw. Information über das Internet werden auch andere Startorte verabredet, um genügend Abwechselung in Bezug auf Strecke, Landschaft sowie historischem und kulturellem Angebot zu bieten. So wurden bisher auch Touren auf der Erzbahntrasse, Kanalfahrten bis zum Schiffshebewerk Henrichenburg, Zechen- und Kokerei-Besichtigungen, Fahrten zu Industriedenkmälern, Ausstellungen von Ruhr 2010 und der Emscherkunst sowie Besichtigung historischer Städte wie Mühlheim, Kettwig, Hattingen, Hohenlimburg usw. geboten. Seit 2010 werden auch mehrtägige Fahrten mit Gepäck angeboten. So wurde im letzten Jahr der Ruhrtalradweg von Winterberg bis Duisburg über 230 km von 17 Frauen und Männern absolviert und in diesem Jahr ein Teil der Fulda, der Werra und die Weser von Hannoversch Münden bis Minden über insgesamt 290 km von 20 Teilnehmern abgeradelt. Beide Touren waren gespickt mit Sehenswürdigkeiten, historischen Städten sowie Burgen, Schlössern, Klöstern und tollen Hotels und Gaststätten für angenehme Aufenthalte. Das Angebot zum Mitradeln richtet sich an alle Radlerfreunde, nicht nur an Vereinsmitglieder. Aber es ist ja allgemein bekannt, im Verein ist der Sport am schönsten. Zum festen Kreis der so genannten „Mittwochsradler“ gehören bisher Frauen und Männer im Alter von Mitte 50 bis Mitte 80 Jahren. Es wird unter erfahrener Leitung auf alle Mitfahrer Rücksicht genommen: Auch der Langsamste wird gemäß seinem Vermögen mitgenommen und nicht überfordert! Die Teilnehmer verstehen sich als Radwanderer, nicht als Rennfahrer! Jede Art von Fahrrad ist geeignet, verkehrssicher sollte es aber sein. Helm und Gangschaltung werden empfohlen. Interessierte Mitradler sind beim RV-Witten willkommen.

 

 

Am 05.07.09 startete das Team des RV Witten zu der lange vorbereiteten Radfernfahrt „Witten-Prag-Dresden“. Ingo Ridder. Kalle Schmitz, Winfried Vollmer, Karol Vesper und Michael Ridder nahmen gut trainiert die erste Etappe in Angriff. Sie führte über 127 km von Witten nach Willingen. Die weiteren Stationen der Tour: Rotenburg a.d. Fulda, Meiningen, Hof, Karlsbad, Rakovnik. Wie geplant erreichte die Gruppe am 11.07. die Stadttore von Prag. In der schönen Metropole an der Moldau legte das Team einen Ruhetag ein. Natürlich wurde die Zeit genutzt, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen. Der Höhepunkt für die Wittener Radsportler war der Empfang in der Prager Botschaft. Der deutsche Botschafter, Herr Helmut Elfenkämper, nahm sich die Zeit, dem Wittener Team die historische Stätte, an der weltpolitische Geschichte geschrieben wurde, zu erläutern. Unter anderem führte er die Gruppe auf den Balkon, von dem Außenminister Genscher vor 20 Jahren den ca. 4.000 DDR-Flüchtlingen die Ausreise in die Bundesrepublik ankündigte. Für ein Erinnerungsfoto vor der Skulptur „Trabi-Vierbeiner“ stand der Diplomat ebenfalls zur Verfügung. Am 13.07. setzte das Team die Reise fort. In 2 Etappen ging es von Prag über Decin durch das Elbtal nach Dresden. Hier endete die Radtour nach ca. 900 km. Am nächsten Tag fuhr die Gruppe mit dem Zug von Dresden zurück nach Witten. Das Fazit der Radsportler des RV Witten: Das hügelige Gelände kostete zwar einige „Körner“, aber eine reizvolle Landschaft, die Highlights in Prag und Dresden sowie eine gute Teamstimmung übertrafen alle Erwartungen.